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Der Unterricht

Wir haben jetzt schon ca. eine Woche lang unterrichtet,sodass wir bereits einen ersten Überblick haben,wie die Kinder so sind und was uns die nächsten 10 Monate erwartet.

Wir unterrichten beide sowohl Grade 1 (7.Klasse) als auch Grade 2 (8.Klasse).Wir bevorzugen jedoch beide Grade 1,weil die meisten Schüler einfach total begeistert und sehr leicht zu motivieren sind.

Es ist zwar nicht ganz einfach,den Unterricht für Grade 1 zu gestalten,da sie kaum Englisch verstehen und sprechen,also wirklich nur das Einfachste vom Einfachen.Aber das Tolle daran ist,dass die Kinder auch begeistert bei der Sache sind,wenn sie gar nicht verstehen,worum es geht.

Typisch für den chinesischen Unterricht ist das Nachsprechen der gesamten Klasse.Und das klappt wirklich hervorragend.Auch wenn man ihnen nur etwas erklären will,wird jedes Wort nachgeplappert und wenn die Kinder das Wort nicht aussprechen können, rufen sie es einfach so,wie sie es aussprechen würden.Oder es kommt dann etwas,was die Kinder schon kennen,wie z.B. „How are you?“ oder auch immer sehr beliebt „I love you!“.

Die Kleinen kann man also leicht begeistern,auch,wenn das Sprachniveau sehr niedrig ist.

Nach dem Übungsbuch,das wir bekommen haben,können wir nicht arbeiten,da die Schüler zwar alles „theoretisch“ können müssten,aber in Wirklichkeit nicht verstehen oder einfach nicht behalten haben,was vermutlich an der chinesischen Unterichtsmethode,dem permanenten Nachsprechen, liegt.

Grade 2 ist etwas schwieriger zu unterrichten als Grade 1, weil sie,wenn sie etwas nicht verstehen, anfangen,Quatsch zu machen und nicht mehr zuhören. Auch ist es bei ihnen schwieriger,sie zu begeistern (naja,sie sind halt gerade mitten in der Pubertät) und sie beschäftigen sich,wenn man nicht aufpasst,lieber mit anderen Dingen, wie z.B. irgendwelche Spiele,Schlafen oder Matheaufgaben.

Auch ihr Sprachniveau ist sehr niedrig und unterscheidet sich im Grunde,außer bei einzelnen Schülern,kaum vom Niveau der Grade 1-Klassen.

Die Klassen bestehen aus 30-40 Schülern. Man muss also wirklich aufmerksam sein,um alle Schüler zu beachten und einzubinden.

Wir versuchen im Moment erst einmal grundlegende Dinge wie „What is your name?“, „My name is ...“ und Themen,die sie eigentlich schon im Unterricht hatten und wissen müssten,wie Farben und Körperteile, mit den Kindern zu üben.

Das ganze versuchen wir möglichst spielerisch,z.B. mit Liedern (ja,wir müssen hier singen und die Kinder finden es toll,komisch,oder? ) oder Bewegungsspielen auf dem Schulhof durchzuführen.

Leicht begeistern kann man die Kinder auch,wenn man sie selbst etwas an die Tafel schreiben oder malen lässt.

Besonders bei den „Chaotenklassen“ ist man damit erfolgreicher als mit normalem Unterricht.

Was nämlich noch erschwerend hinzu kommt,ist,dass unsere 1. Unterrichtsstunde immer außerhalb der regulären Unterrichtszeit liegt, die Kinder also eigentlich frei hätten und nur dank uns Unterricht haben.

Dementsprechend unruhig sind die Kinder dann natürlich auch.Bei einem Schultag von 5.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends aber auch verständlich!

21.9.10 18:23
 
Letzte Einträge: Unsere ersten Tage in China, Chinesisch lernen


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