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Chinesisch lernen

Um die uns jetzt schon mindestens 100 mal gestellte Frage gleich vorweg zu beantworten:“Nein,wir können noch nicht fließend Chinesisch sprechen.“

Aber wir sind auf dem besten Weg,das zu ändern.

Vokabeln,die wir im Englischunterricht verwenden,gucken wir auch immer gleich auf Chinesisch nach und versuchen so,gleich 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und nicht nur den Kindern,sondern auch uns selbst was beizubringen.

Außerdem besucht uns jeden Mittag eine liebe Schülerin,Hellan (manche Schüler haben sich englische Namen ausgesucht), und bringt uns Chinesisch bei.

Das sieht so aus,dass wir sie auf Englisch nach chinesischen Vokabeln,z.B. Essen, Verkehrsmittel oder andere nützliche Phrasen,fragen,sie uns diese aufschreibt (in Pinying und chinesischen Zeichen),mit uns die Aussprache übt und wir die Vokabeln lernen,sodass Hellan uns am nächsten Tag abfragen kann.

Außerdem gehen wir seit gestern (Mo,20.09.) in die Grundschule,die direkt hinter unserer Schule liegt, um dort am Chinesischunterricht der 1. und 2. Klasse teilzunehmen. Dort werden wir jetzt

jeden Tag 1 oder 2 Stunden,donnerstags sogar 3 Stunden zum Chinesisch lernen hingehen.

Bisher durften wir 2 Chinesischstunden dort verleben, die daraus bestanden insgesamt 80 Minuten „ji“(sprich:dschi), „qi“ (sprich:tschi) und „xi“ (sprich:schi) nachzuplappern. Dafür können wir jetzt perfekt die Aussprache der „Sch“-Töne.Nächste Stunde liegen dann die „S“- Töne (c,z,s)an.



21.9.10 18:25


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Der Unterricht

Wir haben jetzt schon ca. eine Woche lang unterrichtet,sodass wir bereits einen ersten Überblick haben,wie die Kinder so sind und was uns die nächsten 10 Monate erwartet.

Wir unterrichten beide sowohl Grade 1 (7.Klasse) als auch Grade 2 (8.Klasse).Wir bevorzugen jedoch beide Grade 1,weil die meisten Schüler einfach total begeistert und sehr leicht zu motivieren sind.

Es ist zwar nicht ganz einfach,den Unterricht für Grade 1 zu gestalten,da sie kaum Englisch verstehen und sprechen,also wirklich nur das Einfachste vom Einfachen.Aber das Tolle daran ist,dass die Kinder auch begeistert bei der Sache sind,wenn sie gar nicht verstehen,worum es geht.

Typisch für den chinesischen Unterricht ist das Nachsprechen der gesamten Klasse.Und das klappt wirklich hervorragend.Auch wenn man ihnen nur etwas erklären will,wird jedes Wort nachgeplappert und wenn die Kinder das Wort nicht aussprechen können, rufen sie es einfach so,wie sie es aussprechen würden.Oder es kommt dann etwas,was die Kinder schon kennen,wie z.B. „How are you?“ oder auch immer sehr beliebt „I love you!“.

Die Kleinen kann man also leicht begeistern,auch,wenn das Sprachniveau sehr niedrig ist.

Nach dem Übungsbuch,das wir bekommen haben,können wir nicht arbeiten,da die Schüler zwar alles „theoretisch“ können müssten,aber in Wirklichkeit nicht verstehen oder einfach nicht behalten haben,was vermutlich an der chinesischen Unterichtsmethode,dem permanenten Nachsprechen, liegt.

Grade 2 ist etwas schwieriger zu unterrichten als Grade 1, weil sie,wenn sie etwas nicht verstehen, anfangen,Quatsch zu machen und nicht mehr zuhören. Auch ist es bei ihnen schwieriger,sie zu begeistern (naja,sie sind halt gerade mitten in der Pubertät) und sie beschäftigen sich,wenn man nicht aufpasst,lieber mit anderen Dingen, wie z.B. irgendwelche Spiele,Schlafen oder Matheaufgaben.

Auch ihr Sprachniveau ist sehr niedrig und unterscheidet sich im Grunde,außer bei einzelnen Schülern,kaum vom Niveau der Grade 1-Klassen.

Die Klassen bestehen aus 30-40 Schülern. Man muss also wirklich aufmerksam sein,um alle Schüler zu beachten und einzubinden.

Wir versuchen im Moment erst einmal grundlegende Dinge wie „What is your name?“, „My name is ...“ und Themen,die sie eigentlich schon im Unterricht hatten und wissen müssten,wie Farben und Körperteile, mit den Kindern zu üben.

Das ganze versuchen wir möglichst spielerisch,z.B. mit Liedern (ja,wir müssen hier singen und die Kinder finden es toll,komisch,oder? ) oder Bewegungsspielen auf dem Schulhof durchzuführen.

Leicht begeistern kann man die Kinder auch,wenn man sie selbst etwas an die Tafel schreiben oder malen lässt.

Besonders bei den „Chaotenklassen“ ist man damit erfolgreicher als mit normalem Unterricht.

Was nämlich noch erschwerend hinzu kommt,ist,dass unsere 1. Unterrichtsstunde immer außerhalb der regulären Unterrichtszeit liegt, die Kinder also eigentlich frei hätten und nur dank uns Unterricht haben.

Dementsprechend unruhig sind die Kinder dann natürlich auch.Bei einem Schultag von 5.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends aber auch verständlich!

21.9.10 18:23


Unsere ersten Tage in China

Nachdem wir die lange und anstrengende Anreise (mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt(ca.4 Std.) ->mit dem Flugzeug nach Bangkok(10 Std.)->mit dem Flugzeug nach Kunming (4 Std.->mit einem Schlafbus nach Liuku (ca.16 Stunden)) gut überstanden hatten,kamen wir am Samstagmorgen (11.09.) um 6.00 Uhr früh endlich an unserem Ziel an.

Zu unserer Erleichterung wurden uns zur Erholung einige Stunden in einem Hotel gegönnt,wo wir ein luxuriöses,kuscheliges Bett,ein richtiges Klo und eine Dusche benutzen durften.Also purer Luxus nach einer 16-stündigen Fahrt,während der man in ein schmales "Bett" gequetscht war und durch die schlaglöcherreichen und extrem kurvigen Bergstraßen im „Bett“ hin und her geschleudert und ordentlich durchgerüttelt wurde!

Nach unserer Erholungszeit im Hotel und einem Frühstück (das hier kaum von einem Mittagessen zu unterscheiden ist) ging es dann gegen 12.00 Uhr mittags mit allen Freiwilligen zu einem Treffen,bei dem wir den einzelnen Schulen zugeteilt wurden und mit den Lehrern und Direktoren unserer Schulen bekannt gemacht wurden.

Leider war niemand von unserer Schule da,der uns abholen und begrüßen wollte/konnte.Und so saßen wir,während alle anderen schon mit ihren neuen "Kollegen" quatschten oder bereits aufbrachen,verloren auf unseren Stühlen und warteten,dass sich jemand um uns kümmerte.

Glücklicherweise wurden wir dann vom Englischlehrer einer anderen Schule aufgenommen und direkt zum Dinner eingeladen.

Als wir gerade aufbrechen wollten,tauchte dann doch noch unser Direktor auf.Er sah ziemlich verpennt aus und wir konnten zwar nicht verstehen,was er sagte (er spricht nämlich kein Wort Englisch),aber freundlich hörte es sich nicht gerade an.

Beim Essen schien sich seine Stimmung jedoch deutlich zu bessern und er ließ uns durch die Englischlehrerin Joy,die pünktlich zum Essen auch aufgetaucht war,fragen,wie alt wir sind,um gleich darauf erstaunt zu gucken,als wir mit 20 antworteten.Er erzählte dann auch noch,dass er schon einmal in Deutschland gewesen sei und es dort sehr schön sei.Auf unsere Nachfrage,wo er denn gewesen sei,wusste er jedoch keine Antwort.

Nach dem Essen brachen wir dann auch zügig zu unserer Schule auf.



Dort wurde uns unsere Wohnung gezeigt,die wirklich groß ist,jedoch bei unserer Ankunft nicht gerade als sauber zu bezeichnen war. Auch von der Bettwäsche,die löchrig, völlig verschmutzt und voll mit Haaren der Vorgänger auf dem Balkon lag,waren wir nicht gerade begeistert.

Auf die Frage,ob wir etwas einkaufen wollen,antworteten wir also,dass wir neue Bettwäsche kaufen wollen.Nach unverständlichen Blicken,zahlreichen Erklärungen und Nachfragen,machten wir dann deutlich,dass wir nicht in der Bettwäsche schlafen können. Freundlicherweise bekamen wir frische Bettwäsche,sodass wir keine neue kaufen mussten.

Nach einem Einkauf mit Joy ging es dann auch ziemlich bald in unsere Betten.

Am Sonntag (12.09.) wurden wir wieder vom Englischlehrer der anderen Schule,genau wie am Vortag, zum Mittagessen eingeladen.

Nachdem wir den Fisch,der leckerer schmeckte,als er aussah und einen permanent durch seine Glubschaugen anstarrte,verspeist hatten und der Tisch aussah wie ein Schlachtfeld,völlig mit Gräten,Fischköpfen und Gedärmen übersät,stand bei uns großer Hausputz an. 6 Stunden verbrachten wir damit,unsere Wohnung blitzeblank zu putzen,2 Stunden allein für den Boden.

Unsere Wohnung besteht im Übrigen aus einem Wohnzimmer mit einer kleinen Couch und einem Beistelltisch,einer Küche mit einer Kochplatte,2 Zimmern mit großem Bett und einem Badezimmer mit Dusche (inklusive warmem Wasser!!!)und einem Kloloch (mit Spülung!!!).Also für chinesische Verhältnisse purer Luxus!

Zwischendurch bekamen wir (sehr) unerwarteten Besuch von 3 kleinen chinesischen Mädchen,die beschäftigt werden wollten.Also stand bei uns erst einmal Malstunde und Memoryspiel am Laptop an.Selbstverständlich mussten auch Fotos gemacht werden,was mit unseren vom Berghochsteigen noch hochroten Köpfen besonders toll aussah.

Am Montag ging es dann zum ersten Mal in die Schule.

Wir durften die Englischlehrer in den Unterricht begleiten und uns vorstellen sowie den interessierten und aufgeregten Kindern Fragen beantworten. Dabei ging das Spektrum der Fragen von Hobbys,Deutschland und Echtheit der Haarfarbe über „Habt ihr einen Freund?“ bis zu aus dem Buch abgelesenen Fragen wie „I exercise every day. How much do you exercise?“.

Am Montagmittag erhielten wir dann auch unseren Stundenplan:Jeder unterrichtet täglich jeweils 2 Stunden,von 17.05 Uhr – 17.45 Uhr und von 18.50 Uhr – 19.30 Uhr.Das Ganze von Montag bis Samstag.

Da wir somit bis abends Zeit haben,wollten wir gern an den morgendlichen Lesestunden der Kinder teilnehmen,um dabei ihre Aussprache u zverbessern und mit ihnen üben zu können.

Am Dienstag durften wir dies auch machen.Jedoch hat den Lehrern unsere Arbeit wohl nicht sehr gefallen,denn am Mittag wurde uns mitgeteilt,dass wir doch nur noch unsere Stunden am Abend machen sollten,da die Kinder lieber für sich allein lesen sollen.Außerdem sollten wir uns doch ausruhen.Auf unseren Einwand,dass das aber eine ganz schön lange Zeit nur zum Ausruhen sei,erhielten wir die Antwort:“Geht doch shoppen!“

Also falls ihr uns bei unserer Aufgabe shoppen zu gehen unterstützen wollt,überweist uns doch gerne ein bisschen Geld!

21.9.10 18:20





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